Donnerstagabend – 19:30 Uhr, Hector-Center in Weinheim. Brian Caler tritt das erste Mal vor seine neue Mannschaft und begrüßt sie zum Kickoff Meeting für die Saison 2020. Die nächsten zwei Stunden gewinnen die Seniors der Weinheim Longhorns einen ersten Eindruck ihres neuen Head Coaches. Damit auch Ihr euch ein Bild von dem 39-Jährigen Amerikaner machen könnt, haben wir uns ein wenig mit ihm unterhalten.

Brian, erstmal Herzlich Willkommen in der Longhorns-Herde – wir freuen uns sehr, dass du bei uns bist!
Die Freude ist ganz auf meiner Seite, ich habe nur das Beste über diesen Verein, seinen Zusammenhalt und sein Potenzial gehört und gesehen.

Ist das auch der Grund, wieso du nach Weinheim gekommen bist?
Absolut! Nachdem ich mein Amt in Frankfurt niedergelegt habe, habe ich gemerkt, wie sehr mir Football gefehlt hat. Ich bin keine 20 Minuten von der Pro Football Hall of Fame in Ohio entfernt geboren worden – da war es schon ein schwerer Schritt, sich vom Sport zu entfernen. Nach ein paar Gesprächen mit Sven Gloss wurde das Verlangen, wieder zu coachen, immer stärker. Dieses Verlangen – gepaart mit der Herausforderung, die tolle Arbeit bei den Longhorns auf die nächste Ebene zu heben – haben letztlich den Ausschlag gegeben.

Du hast die Allgäu Comets aus der Regionalliga in die GFL-Playoffs geführt und standest 2018 mit Frankfurt im German Bowl – verrätst du uns dein Erfolgsgeheimnis?
Es ist weniger ein Geheimnis, viel mehr ein paar grundlegende Regeln, die ich immer versuche zu befolgen.

Und die wären?
Das Wichtigste für mich ist, dass das Team über dem Einzelnen steht – Football funktioniert nur gemeinsam. Wir müssen uns als Familie betrachten und auch so handeln – voller Vertrauen, Respekt und Ehrlichkeit. Anders, als manche Coaches in diesem Sport, lege ich viel Wert auf eine Kommunikation auf Augenhöhe. Ich möchte keine Diktatur, sondern mündige, verantwortungsbewusste Spieler und Coaches.

Das klingt alles sehr professionell…
Mir ist bewusst, dass Football in Deutschland und Europa kein Profi-Sport ist, vor allem nicht in der dritten Liga. Das bedeutet aber ja noch lange nicht, dass man sich nicht trotzdem möglichst professionell verhalten kann. Und da, wo ich mit den Longhorns hinmöchte, geht es schon professionell zu.

Und wo wäre das?
Ich bin der Meinung, dass man Football nicht nur zum Spaß spielen sollte, ich möchte immer gewinnen und besser werden. Die Longhorns sind letztes Jahr auf Platz Zwei gelandet – dann ist die Zielsetzung für 2020 ja eigentlich logisch!

Vielen Dank Brian, wir freuen uns schon jetzt auf die Saison!
Und ich mich erst…!
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#wefense #longhornsfootball